'Gewalt beginnt, wo Wissen endet' ~ Ich frage mich oft, woher sich der Mensch das Recht nimmt, über andere Lebewesen zu bestimmen, ihnen Leid zuzufügen, sie zu nötigen, zu plagen, zu entwürdigen.  Sind wir etwas Besseres, nur weil wir nicht mehr in der Wildnis leben?  Mein Bestreben ist es stets, eine harmonische Zusammenarbeit mit den Tieren aufzubauen. Dies kann nur mittels Respekt, Akzeptanz und dem Willen zu lernen auf  beiden Seiten gelingen.

Ich erwarte von meinem Pferd Aufmerksamkeit während unserer gemeinsamen Zeit, also muss auch ich ihm meine ganze Aufmerksamkeit schenken. Wer sich in die Mitte stellt, sein Pferd an eine Longe bindet, es 10 Minuten im Kreis herumjagt, während er selber mit dem Handy beschäftigt ist, der braucht kein Pferd. Der braucht überhaupt kein Tier. Wem die Geduld fehlt, die Sprache des Pferdes zu lernen, sich über Verhalten und Instinkt Gedanken zu machen, der sollte sich weiterhin mit dem Handy beschäftigen. Nur wer den Wunsch hat, den ganzen Tag mit seinem Pferd verbringen zu wollen, der trägt diese Leidenschaft in sich.  Nur wer sich auf eine Kommunikation einlässt, sich Zeit nimmt, sein Pferd zu beobachten, von ihm zu lernen, sich einbringt in eine Freundschaft, die auf gegenseitigem Vertrauen beruht, wird das Glück erleben dürfen, das durch die Pferde zu uns kommt.

'Ein Gefühl, das einem Gefühl folgt' ~ Wer mehr möchte, als auf seinem Pferd sitzend eine Stunde durchs Gelände zu gehen, der ist bei mir richtig. Ich möchte dieses Gefühl weiter geben, den Pferdebesitzern diese Aufgabe, die wir haben, näher bringen und  ihnen helfen, ihre Pferde verstehen zu lernen und diese Verantwortung, die wir tragen, zu erkennen.